Erinnerung an alte Zeiten

Erinnerung an alte Zeiten

Was motiviert eigentlich zigtausende von Besuchern, bei tropischen Temperaturen, ohne Aussicht auf Schatten, von staubigen Parkplätzen aus, sich in langen Kolonnen auf den Weg zum Schloss Dyck zu begeben?

Classic Days als Publikumsmagnet

Classic Days als Publikumsmagnet

Und das seit 10 Jahren immer wieder – mit wachsender Begeisterung… Was sind die „Classic Days auf Schloss Dyck“? Ein automobiler Jahrmarkt ohne Riesenrad und Kettenkarussell? Ein Riesenpicknick für Liebhaber klassischer Automobile? Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten – sehen und gesehen werden?

Auch ohne Autos eine imposante Schlosskulisse

Auch ohne Autos eine imposante Schlosskulisse

Vielleicht sollte man vor Beantwortung dieser Frage vielmehr darüber sinnieren, was es nicht ist – nämlich kein „Concours d’Élégance“, wo hochdekorierte Jurymitglieder die Schönsten der Allerfeinsten, Edelsten und Teuersten prämieren; auf der Rundstrecke wird nicht unermüdlich nach hundertstel Sekunden gejagt.

1932er Bentley vor dem aktuellen Le Mans Renner

1932er Bentley vor dem aktuellen Le Mans Renner

Offiziell allerdings schon, denn ausgeschrieben ist für den 2,8 Kilometer langen Kurs eine Gleichmäßigkeitsprüfung um die „Graf Trips-Trophäe“. Aber die Teilnehmer an dieser Prüfung stellen nur einen sehr kleinen Teil der zahlreichen Piloten, die während der Veranstaltung die Strecke befahren.

Vielleicht lässt es sich kurz und treffend so zusammenfassen: Die Classic Days auf Schloss Dyck sind seit jeher eine Riesengaudi für Schaulustige und Teilnehmer – jedenfalls dann, wenn sich die Besucher für klassische Automobile erwärmen können, was bei Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke nicht besonders schwer fiel…

Die Chauffeursmütze passt schon mal

Die Chauffeursmütze passt schon mal

Hier stimmten alle Details

Hier stimmten alle Details

Wenngleich es für die Aktiven nicht immer ganz ohne körperlichen Einsatz vonstatten geht. Gut getroffen haben es da noch die Fahrer jener Boliden, die – sehr zur Freude der zahlreichen Fans – den Rundkurs bevölkern. Denn ihr Einsatz beschränkt sich auf wenige Minuten mit anschließender ausführlicher Regeneration in den abgesperrten VIP-Zonen, natürlich versüßt durch erlesene kühlende Getränke sowie dekorative Häppchen und Schnittchen.

Die Teilnehmer des Mercedes Sonderlaufs im Ziel

Die Teilnehmer des Mercedes Sonderlaufs im Ziel

Das ließen sich auch 2015 wieder etliche wohlbekannte Rennsport-Legenden nicht entgehen: Jochen Mass, Hans Herrmann, „Strietzel“ Stuck, Sir Sterling Moss, Ellen Lohr, Christian Geistdörfer, Frank Biela, Dieter Glemser, Klaus Ludwig, Roland Asch – eine beeindruckende Liste, wie sie selten bei einem solchen Event zu finden ist.

Die Prominenz hatte war nicht nur zum fahren auf Schloss Dyck

Die Prominenz hatte war nicht nur zum fahren auf Schloss Dyck

Und außerdem – schon fast traditionell auf Schloss Dyck: die furchtlosen Mitglieder des „Benjafield Racing Club“ in ihren großvolumigen Bentleys neben all den anderen, die sich in den zahlreichen Sonderläufen tummelten.

32 Bentleys auf der Strecke

32 Bentleys auf der Strecke

Darunter viele Prominente wie Starkoch Horst Lichter, der sich gerne in automobiler Haute Couture zeigt.

Diejenigen, die wirklich Einsatz zeigen mussten, waren heuer die Besitzer außergewöhnlicher Oldtimer, die sich selbst und ihre Preziosen unter dem Motto „Charme & Style“ auf der Schwarznusswiese präsentierten.

Liebevoll zusammengetragene Accessoirs

Liebevoll zusammengetragene Accessoirs

Charme and Style trotz brütender Hitze

Charme and Style trotz brütender Hitze

Sie saßen stundenlang fotogen in sengender Hitze und taten für die Besucher so, als würden sie ein Picknick genießen. Passend zum Alter der Oldtimer gewandet, perfekt geschminkt und in würdevoller Haltung – wie es sich halt in Adelskreisen geziemt.

Tanzeinlagen trotz der Hitze

Tanzeinlagen trotz der Hitze

Außerdem natürlich auch diejenigen, die mit Musik-, Gesangs- oder Tanzeinlagen das Publikum erfreuten oder gar in einer zeitgenössischen Modenschau über den Laufsteg stolzierten – jeweils mehrfach am Samstag und Sonntag.

Laufsteg auf Schloss Dyck

Laufsteg auf Schloss Dyck

Mehr als 100 Markenclubs auf dem Dycker Feld

Mehr als 100 Markenclubs auf dem Dycker Feld

Und dann noch die wirklichen Stars des Events: die über 100 Markenclubs und Interessengemeinschaften mit tausenden von Autos, die sich – hauptsächlich am Sonnabend – traditionell auf dem „Miscanthusfeld“ (jetzt im Lageplan: „Dycker Feld“) versammelten und jedem Wissbegierigen Rede und Antwort standen; fachsimpelten; Benzingespräche führten; picknickten und ihre Autos präsentierten.

Ein seltener Moretti 1200 Spider

Ein seltener Moretti 1200 Spider

Auch er gehörte zu den Juwelen im Park - ein VW T1 Samba

Auch er gehörte zu den Juwelen im Park – ein VW T1 Samba

Bristol Sonderschau vor imposanter Schlosskulisse

Bristol Sonderschau vor imposanter Schlosskulisse

Bristol 411 Serie IV von 1974

Bristol 411 Serie IV von 1974

Auch von innen eine Augenweide

Auch von innen eine Augenweide

Natürlich gab es auch die herausragend edlen Preziosen, die „Juwelen im Park“; die Sonderschauen wie z.B. der Marken Bristol und Facel Vega, die die zahlreichen Besucher aus nah und fern in ihren Bann zogen.

Facel Vega Sonderschau

Facel Vega Sonderschau

Doch bei genauer Betrachtung ist es das „Gesamtkunstwerk Classic Days“, das die Attraktivität dieser Veranstaltung für alle Generationen und Geschlechter ausmacht. Selten darf man(n) – in entspannter familiärer Atmosphäre – seinen Traumwagen so nahe sein.

Der Rolls Royce diente zu Werbezwecken

Der Rolls Royce diente zu Werbezwecken

Also – auf die nächsten 10 Jahre Classic Days auf Schloss Dyck!